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کویت": شیخ صباح الاحمد الجابر الصباح، امیر کویت در سن ۹۱ سالگی درگذشت.

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عربستان سعودی" ریاض، ": مقامات امنیتی عربستان از انهدام یک "هسته تروریستی وابسته به رژیم ایران" خبر داد

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اخبار کوتاه": "فشرده وقایع روز ایـــران وجهان - دوشنبه - هفتم مهر ۱۳۹۹ برابر با بيست و هشتم سپتامبر ۲۰۲۰

      . "خوشا به روز وروزگار بشریت که کورش دارد" به نام ایران و به نام ندای آزادی...

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    سه شنبه, 08 مهر 1399 17:26

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    گزارشهای محیط زیست"فا جعه" پسماند در دماوند؛ دپوی زباله در کافر دره " زلزله بالای پنج درجه بار...

    دوشنبه, 07 مهر 1399 15:38

    Published in دانش و محیط زیست

اخبار جهان

اتحادیه اروپا" بحران در بلاروس؛ " آلمان": جنبش اعتراضی بلاروس؛ مینسک " آنگلا مرکل، صدراعظم آلمان از شجاعت و پیگیری و استواری مردم بلاروس در مبارزه در راه آزادی و حکومتی مردم‌سالار ستایش کرد." پلیس با خشونت گردهمایی مسالمت‌آمیز زنان را برچید

 

Die Wut über brutale Polizeigewalt, auch gegen Frauen, treibt die Menschen in Weißrussland zu Zehntausenden auf die Straße.

Foto: / AP Photo / dpa

اتحادیه اروپا" بحران در بلاروس؛ " آلمان": جنبش اعتراضی بلاروس؛ مینسک " آنگلا مرکل، صدراعظم آلمان از شجاعت و پیگیری و استواری مردم بلاروس در مبارزه در راه آزادی و حکومتی مردم‌سالار ستایش کرد." پلیس با خشونت گردهمایی مسالمت‌آمیز زنان را برچید

 

Symbolbild I Ratspräsidentschaft I Flaggen

 پرچم

اتحادیه اروپا"خبر گزاری مردانی نیوز 

PROTESTE IN WEISSRUSSLAND 

150 000 Menschen gegen Lukaschenko auf der Straße

 

Allen Einschüchterungsversuchen zum Trotz haben am Sonntag erneut Zehntausende Menschen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk gegen Diktator Alexander Lukaschenko protestiert

Foto: / AP Photo / dpa

13.09.2020 - 20:00 Uhr 

 

PROTESTE IN BELARUS: Staatsgewalt geht nun auch auf Frauen los

Die Wut über brutale Polizeigewalt treibt die Menschen in Weißrussland zu Zehntausenden auf die Straße.

150 000 Menschen haben in Weißrussland trotz massiver Polizeigewalt – auch gegen Frauen – den fünften Sonntag infolge gegen Diktator Alexander Lukaschenko protestiert.

„Wir haben hier die Macht!“, „Das ist unsere Stadt!“ und „Uchodi!“ (zu Deutsch: „Haub ab!“) und „Freiheit!“ skandierten die Lukaschenko-Gegner in Minsk.

Sie kamen aus unterschiedlichen Richtungen im Zentrum zusammen – bei einem Protestzug unter dem Motto „Marsch der Helden“.

Gewidmet war die Großkundgebung der inhaftierten Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa und anderen Mitgliedern der Demokratiebewegung. Beobachter schätzten die Zahl auf insgesamt 150 000 Menschen – mehr als am Sonntag vor einer Woche.

Mehr als 250 Menschen seien allein in Minsk festgenommen worden, teilte das Innenministerium am Nachmittag mit.

Auch in anderen Städten des Landes gab es Proteste, darunter in Witebsk und in Grodno. In Witebsk ging die Polizei brutal gegen die friedlichen Demonstranten vor. Die Menschen seien wegen Teilnahme an einer nicht genehmigten Massenveranstaltung und wegen des Tragens unerlaubter Symbole in Gewahrsam gekommen, hieß es.

In Brest setzten die starken Sicherheitskräfte einen Wasserwerfer gegen die Menschen ein. Viele Demonstranten trugen die historische weiß-rot-weiße Flagge von Belarus, die zu einem Wahrzeichen der Demokratiebewegung geworden ist.

Polizisten verhaften einen verletzten Demonstranten beim Protest in Minsk

Foto: Uncredited / dpa

Mobiles Internet wurde abgestellt

Die Hauptstadt glich einer Festung. Schon Stunden vor Beginn des Marsches bezog ein Großaufgebot von Polizei und Armee Stellung.

Die Behörden schalteten das mobile Internet ab, damit sich die Protestierenden nicht über die Demonstrationsroute verständigen konnten.

Metrostationen und Unterführungen waren gesperrt. Der Platz der Unabhängigkeit war von Uniformierten umstellt und mit Metallgittern abgeriegelt, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Am Palast der Republik im Stadtzentrum zogen Uniformierte auch Stacheldraht an den Metallgittern auf.

In vielen Seitenstraßen standen Gefangenentransporter und Sicherheitskräfte. In verschiedenen Stadtteilen bildeten die Menschen trotz der bedrohlichen Atmosphäre in der Stadt Kolonnen und bewegten sich in das Stadtzentrum – zur Straße Prospekt der Sieger.

Von dort aus bewegte sich der Protestzug in Richtung Präsidentenpalast und zur Stele für die Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Auf Luftaufnahmen von der Stelle war eine riesige Menschenmenge zu sehen.

Beobachter schätzten die Zahl auf insgesamt 150 000 Menschen – mehr als am Sonntag vor einer Woche

Foto: / AP Photo / dpa

Berichte über Warnschüsse

Es gab Medien zufolge Warnschüsse in dem Viertel, in dem der Präsidentenpalast liegt. Eine Bestätigung der Behörden lag zunächst nicht vor. Dort hatte sich Diktator Lukaschenko zuletzt auch selbst mit schusssicherer Weste und einer Kalaschnikow in der Hand gezeigt.

Der Sicherheitsapparat versucht schon seit Wochen, die Proteste zu unterdrücken. Nach Einschätzung des Minsker Analysten Artjom Schraibman lösen aber vor allem die Polizeigewalt und die Festnahmen immer wieder neue Proteste aus. Dabei seien die Menschen insgesamt friedlich.

Zwar hatte der Machtapparat zuletzt Oppositionelle entweder außer Landes oder ins Gefängnis gebracht. Aber die Menschen bräuchten keine Führung, sondern organisierten sich selbst, sagte die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanokowskaja.

Die 38-Jährige ist aus Sicht der Protestbewegung die eigentliche Siegerin der Präsidentenwahl vom 9. August. Tichanowskaja hatte ihre Landsleute aus ihrem erzwungenen Exil im EU-Land Litauen aufgerufen, mutig zu sein und an dem Protestmarsch teilzunehmen.

„Die Frage ist jetzt, ob die Bewegung es schafft, dass Protestgeschehen auf diesem Niveau zu halten“, sagte der Politologe Waleri Karbelewitsch der dpa in Minsk. „Aber wenn noch mehr kommen und die Polizeigewalt gegen friedliche Bürger eskaliert, dann kann das Absetzungserscheinungen in der Beamtenschaft verstärken und für Lukaschenko gefährlich werden“, sagte der 65-Jährige bei einem Treffen.

„Es ist eine Revolution, damit ist alles schwer vorhersehbar.“

Seit der Wahl vor mehr als einem Monat kommt es täglich im ganzen Land zu Protestaktionen. Der 66-jährige Lukaschenko hatte zuletzt die Spitze des Sicherheitsapparats ausgewechselt und ein härteres Durchgreifen gegen die Demonstranten gefordert. 

Bei den traditionell am Samstag organisierten Frauenprotesten gingen maskierte Uniformierte ohne Erkennungszeichen hart mit Gewalt gegen Demonstrantinnen vor. Es gab mehr als 100 Festnahmen. Mehrere Frauen verletzten sich im Handgemenge mit den Sicherheitskräften.

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Massenprotest in Belarus

Polizei nimmt Hunderte Demonstranten fest

In Minsk demonstrieren Zehntausende für einen Machtwechsel. Diktator Lukaschenko schickte ein Großaufgebot der Polizei und ließ hart durchgreifen.

13.09.2020, 15.36 Uhr

Brutales Vorgehen gegen Demonstranten: Vermummte Polizisten in Zivil nehmen in Minsk Menschen fest 

Foto: dpa

Die Proteste in Belarus reißen nicht ab: Trotz des brutalen Vorgehens von Machthaber Alexander Lukaschenko gegen die Opposition sind an diesem Sonntag allein in Minsk Augenzeugenberichten zufolge hunderttausend Menschen auf die Straße gegangen.

Die Regierung ließ hart gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten vorgehen. Nach offiziellen Angaben des Innenministeriums wurden bis zum Nachmittag 250 Frauen und Männer festgenommen. Die Menschen seien wegen Teilnahme an einer nicht genehmigten Massenveranstaltung und wegen des Tragens unerlaubter Symbole in Gewahrsam gekommen, hieß es.

Lukaschenko stellte den Protestierenden ein Großaufgebot von Polizei und Armee entgegen. Der Platz der Unabhängigkeit war von Uniformierten umstellt und mit Metallgittern abgeriegelt. Auch die Unterführungen waren gesperrt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa berichtete. Am Palast der Republik im Stadtzentrum bezogen Hundertschaften der Armee Stellung. Uniformierte zogen dort auch Stacheldraht an den Metallgittern auf. In vielen Seitenstraßen standen Gefangenentransporter und Sicherheitskräfte. Damit sich die Demonstranten nicht über Routen oder ähnliches verständigen konnten, wurde das mobile Internet abgeschaltet.

Großaufgebot in Minsk

Foto: AFP

"Marsch der Helden" als Reaktion auf Festnahmen

Die Demokratiebewegung hatte in dieser Woche zum "Marsch der Helden" aufgerufen - eine Reaktion auf die Festnahme der Oppositionellen Marija Kolesnikowa. Sie war am Montag in der belarussischen Hauptstadt verschleppt und festgenommen worden, sie befindet sich nach Informationen ihres Vaters in einer Haftanstalt in der Wolodarskij Straße in Minsk. Am Mittwoch wurde auch der Oppositionspolitiker Maxim Znak festgenommen.

Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch rief Lukaschenko vergangenen Mittwoch zum Dialog mit der Bevölkerung auf. Die weltberühmte Autorin ist das einzige Mitglied des sogenannten Koordinierungsrats der Zivilgesellschaft für einen friedlichen Machtwechsel, das noch in Freiheit ist. Um sie vor einer drohenden Festnahme zu schützen, hatten westliche Diplomaten Alexijewitsch vergangene Woche besucht.

Bereits am Samstag hatte es bei den Frauenprotesten mehr als 100 Festnahmen gegeben, maskierte Uniformierte ohne Erkennungszeichen gingen mit brutaler Gewalt gegen Demonstrantinnen vor.

Lukaschenko reist zu Putin

Seit mehr als einem Monat kommt es regelmäßig zu Protesten in Belarus. Hintergrund ist die von massiven Wahlfälschungen überschattete Präsidentschaftswahl, bei der sich Machthaber Lukaschenko mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären ließ. Die Opposition hält dagegen die Gegenkandidatin Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die EU, die USA und andere Staaten erkennen das von offizieller Seite genannte Wahlergebnis nicht an.

Lukaschenko allerdings hat klargestellt, dass er um jeden Preis an der Macht festhalten will. Offiziell läuft seine fünfte Amtszeit im November aus. Am Montag will Lukaschenko mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommen. Beobachter erwarten, dass dieser Lukaschenko seine Unterstützung ausspricht. Das Treffen findet im russischen Sotschi statt.  

brk/Reuters/dpa   

-Proteste in Belarus

Der Trotz der 150.000

Die Belarussen gehen am sechsten Sonntag in Folge gegen Machthaber Alexander Lukaschenko auf die Straße. Dabei greift der vor einem Besuch bei Putin immer härter gegen die Demonstranten durch.

Von Christina Hebel, Moskau

14.09.2020, 00.59 Uhr

Demonstranten auf der Straße in Minsk: Es ist der sechste Sonntag in Folge

 Foto: Natalia Fedosenko / imago images/ITAR-TASS

"Wir vergessen nicht, wir verzeihen nicht", stand auf dem kleinen Schild mit schwarzen Buchstaben, das ein älterer Mann hochhielt. Um ihn herum hatten sich in Minsk Sicherheitskräfte in grünen Tarnanzügen und Helmen aufgebaut. Beamte in Zivilkleidung zerrten Demonstranten in Richtung einer der berüchtigten Kleinbusse ohne Nummernschild. Sie gingen dabei brutal vor, schleiften eine Frau im weißen Oberteil an einem Arm über den Asphalt der Straße, wie Bilder verschiedener belarussischer Medien, darunter das Internetportal Tut.by, zeigten. Offensichtlich hatten die Sicherheitskräfte den Befehl bekommen, schon früh Härte zu zeigen, um so die Proteste bereits im Entstehen aufzuhalten.

Doch auch wenn bereits vor dem angekündigten "Marsch der Helden" am Sonntag rund 250 Menschen festgenommen wurden, die Taktik von Lukaschenkos Regime ging nicht auf. Bis zu 150.000 Menschen zogen friedlich in verschiedenen Kolonnen durch die belarussische Hauptstadt.

Falls der autoritäre Machthaber Alexander Lukaschenko geglaubt hat, er könne vor seinem Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin am Montag demonstrieren, dass er die Lage auf der Straße im Griff hat: Das ist ihm nicht gelungen.

Katz-und-Maus-Spiel mit den Sicherheitskräften

Auch fünf Wochen nach seinem gefälschten Wahlsieg erwiesen sich die Demonstranten als zäh. Sie lieferten sich in kleinen Gruppen ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Sicherheitskräften. Die sind zum Großteil inzwischen ohne Hoheitszeichen oder in Zivilkleidung im Einsatz. Was auch zeigt, wie nervös die Beamten sind, die Masken, Mützen und Kapuzen tragen, um nicht erkannt zu werden. Immer wieder zerrten Protestierende zuletzt Beamten Masken vom Gesicht, um sie fotografieren und damit leichter identifizieren zu können. Über einen speziellen Telegram-Kanal werden Namen, Adressen und Telefonnummern der Mitarbeiter von Lukaschenkos Sicherheitsbehörden veröffentlicht.

Die Demonstranten hakten sich auch am Sonntag wieder unter, um sich vor willkürlichen Übergriffen der Beamten besser zu schützen. Im Vergleich zu wenigen Wochen zuvor, als die Protestierenden noch Polizisten und Omon-Sonderbeamte mit Rufen "Die Polizei oder die Omon ist mit uns" empfingen, hat sich der Ton inzwischen merklich verändert. "Schande", brüllten die Menschen nun, versuchten sich gegen Attacken der Sicherheitskräfte zu wehren, sich gegenseitig zu helfen. Die Beamten waren auch mit Schlagstöcken bewaffnet und hatten es den Bildern zufolge oft auf Teilnehmer abgesehen, welche die verbotene weiß-rot-weiße Flagge des Landes bei sich trugen.  

Sicherheitskräfte in Minsk gehen gegen Demonstranten vor

 Foto: STRINGER/EPA-EFE/Shutterstock

Die Wasser-Strategie

Das Ziel des Marsches am Sonntag hatten Telegram-Kanäle, darunter der beliebte Kanal Nexta, erst kurzfristig angekündigt. Dieses Mal ging es zum Eliten-Stadtteil Drosdy. Dort hat Lukaschenko eine Residenz, andere hohe Funktionäre seines Regimes wohnen ebenfalls im Viertel. Tatsächlich schafften es viele der Protestierenden in Kolonnen aus verschiedenen Richtungen bis zum Eingang des Stadtteils. Dabei war wieder das mobile Internet gestört, was die Koordination untereinander, auch durch Telegram, erschwerte.

Der Minsker Dichter Dimitrij Strotsew hatte zuletzt die Taktik des Demonstranten mit fließendem Wasser verglichen: "So wie die Minsker Märsche der Hunderttausenden zusammenkommen, aus den Tropfen der Hinterhöfe, den Bächen der Straßen, in einen menschlichen Ozean", schrieb er in einem Gedicht auf Facebook.

Schüsse in die Luft

Spezialkräfte von Lukaschenko blockierten den Zugang zu dem Elite-Stadtteil. In der Nähe jagten vermummte Sicherheitsbeamte, die wie Schlägertrupps agierten, einzelne Demonstranten. Dabei waren auf Videos Schussgeräusche zu hören, es stieg Rauch von Blendgranaten auf. Das war auch schon am Wahlabend am 9. August so gewesen.

Das Innenministerium bestritt deren Verwendung am Sonntag, gab aber Schüsse zu. Unterschiedlichen Bildern zufolge feuerten die Beamten in die Luft. Das geschah auch an einem anderen Ort der Stadt, dort hatte einer der Männer ein Gewehr in der Hand, wie Videobilder zeigten.

Die Sprecherin des Innenministeriums erklärte, dass bis zum frühen Abend allein in Minsk 400 Demonstranten festgenommen worden seien. Allerdings wurde auch in 16 anderen Städten protestiert: In Brest nahe der polnischen Grenze waren es Tausende Menschen, hier gingen die Sicherheitskräfte auch mit Wasserwerfern vor.

Sicherheitskräfte blockieren eine Straße in Minsk: Zehntausende Demonstranten stehen ihnen gegenüber 

Foto: STRINGER/EPA-EFE/Shutterstock

Inzwischen melden die Behörden an jedem Wochenende wieder Hunderte Festnahmen. Die Sicherheitsbehörden gehen immer aggressiver gegen die Lukaschenko-Kritiker vor, auch wenn sie das Level der Gewalt wie an den Tagen nach der Wahl noch nicht erreicht haben. Damals prügelten sie auf die Menschen ein, nahmen Tausende innerhalb weniger Tage fest, folterten und misshandelten die Festgehaltenen. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt, einige sind nach wie vor verschollen. Zahlreiche der Verletzten zeigten ihre von Hämatomen übersäten und verletzten Körper in den sozialen Medien. Bis heute ist kein einziges Verfahren gegen einen der Beamten eingeleitet worden.

Die Signale aus Moskau scheinen angekommen zu sein

Putin dagegen bezeichnete das Vorgehen der belarussischen Polizei Ende August als "zurückhaltend". Diese Äußerung ist wohl auch mit ein Grund dafür, warum Lukaschenko sich wieder traute, in den vergangenen Wochen härter gegen die Demonstranten vorgehen zu lassen.

Er geht nach den Bildern der bis zu 150.000 Protestierenden allein in Minsk geschwächt in die Gespräche mit dem russischen Präsidenten. Eine Pressekonferenz soll es bei dem Termin in Sotschi nicht geben, im Kreml war die Rede von einem kurzen Arbeitsbesuch des belarussischen Machthabers. Aber für ihn ist allein ein gemeinsames Bild mit Putin schon ein Erfolg, signalisiert es doch Rückendeckung. Im Anschluss könnte Lukaschenko das genaue Datum für die Amtseinführung verkünden, es wäre seine sechste.

Ohne Proteste wird diese sicher nicht ablaufen.  

Massenproteste in Belarus

Putin empfängt Lukaschenko

Das Regime in Belarus geht brutal gegen Proteste der Opposition vor. Um an der Macht zu bleiben, braucht Präsident Lukaschenko Unterstützung aus Russland. Nun ist er zu einem Treffen mit Wladimir Putin gereist.

14.09.2020, 12.31 Uhr

Putin und Lukaschenko im Juni 2020: Zu den Gesprächen in Sotchi sind nach Kreml-Angaben keine Journalisten zugelassen

 Foto: Mikhail Klimentyev / dpa

International hat der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko nicht mehr viele Verbündete. Doch auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin konnte er sich verlassen, als es nach den Präsidentschaftswahlen im August zu Massendemonstrationen gegen Lukaschenko kam. Nun empfängt Putin den belarussischen Machthaber zu Geprächen.

Das Treffen im russischen Sotschi ist das dritte der beiden in den vergangenen vier Monaten. Geplant waren diesmal aber Gespräche unter vier Augen, dem Kreml zufolge waren keine Journalisten zugelassen. Lukaschenko verließ erstmals seit der Wahl Belarus. Er will mit Putin auch über einen neuen Gaspreis sowie Schulden verhandeln. Belarus ist wirtschaftlich von Russland abhängig.

Überschattet werden die Gespräche in Sotchi von zahlreichen neuen Festnahmen in Belarus. Bei landesweiten Massenprotesten hat die belarussische Polizei am Sonntag 774 Menschen festgenommen. Allein 500 von ihnen seien in der Hauptstadt Minsk in Gewahrsam genommen worden, teilte das Innenministerium am Montag mit. Mindestens 100.000 Menschen hatten in Minsk gegen Lukaschenko demonstriert und die Freilassung in Haft genommener Oppositioneller verlangt.

In Belarus gibt es Proteste, seitdem sich Lukaschenko Anfang August zum Wahlsieger erklärt hat. Weder die Europäische Union noch die USA erkennen das von offizieller Seite genannte Ergebnis an. Kritiker werfen Lukaschenko Wahlbetrug vor und verlangen seinen Rücktritt. Er weist die Vorwürfe zurück und hat erklärt, hinter den Protesten stünden ausländische Kräfte.

Die Demokratiebewegung sieht die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja als Siegerin der Wahl. Putin hatte dies nicht anerkannt und Lukaschenko zum Sieg gratuliert.

Wirtschaftliche Hilfe aus Russland könnte Lukaschenko helfen

In Sotschi bemüht sich Lukaschenko um Unterstützung des mächtigen Nachbarn Russland. Wirtschaftliche und militärische Hilfe aus Russland könnte Lukaschenko helfen, an der Macht zu bleiben. Putins bisherige Reaktion lässt darauf schließen, dass er keinen Sturz Lukaschenkos wünscht. Im August hatte Putin mitgeteilt, er habe auf Lukaschenkos Wunsch Reserve-Polizeikräfte bereitgestellt, die notfalls zum Einsatz kommen könnten.

An diesem Montag will Russland zudem Spezialisten einer Fallschirmjäger-Division nach Belarus schicken. Sie sollen gemeinsam mit dem dortigen Militär bis zum 25. September Übungen abhalten und danach nach Russland zurückkehren. Außerdem hat Russland angeboten, die belarussischen Schulden umzuschichten und das Bankensystem zu unterstützen. Der Preis, den Belarus für eine solche Hilfe zu zahlen hätte, wäre ein größerer Einfluss Russlands  

asc/dpa/AFP

Machtkampf in Belarus

Putin unterstützt Lukaschenko mit Milliardenkredit

Der belarussische Präsident Lukaschenko ist seit Wochen mit Massenprotesten konfrontiert. Wirtschaftliche Unterstützung aus Russland könnte ihm helfen, an der Macht zu bleiben. Nun gewährt Putin einen Milliardenkredit.

14.09.2020, 16.49 Uhr

Putin und Lukaschenko bei einem Treffen 2019: Bei den Gesprächen in Sotchi waren Kremlangaben zufolge keine Journalisten zugelassen 

Foto: Sergei Chirikov / AP

In Belarus befindet sich Präsident Alexander Lukaschenko in der schwersten Krise seiner 26-jährigen Amtszeit. Seit Wochen kommt es landesweit zu Massenprotesten, die Demonstranten fordern dabei auch den Rücktritt des Machthabers. Nun bekommt Lukaschenko Unterstützung aus dem mächtigen Nachbarland Russland.

Kremlchef Wladimir Putin hat ihm angesichts des Machtkampfes in seinem Land einen Kredit von 1,5 Milliarden US-Dollar versprochen. Belarus solle "in diesem schwierigen Moment" Hilfe aus Moskau bekommen, sagte Putin bei einem Treffen mit Lukaschenko in Sotschi.

Das Regime in Minsk ist wirtschaftlich massiv von Moskau abhängig. Belarus hat laut eigenem Finanzministerium 18 Milliarden US-Dollar Schulden im Ausland. Mit einem großen Teil dieser Summe steht das Land demnach bei Russland in der Kreide.

In den vergangenen Wochen haben Putin und Lukaschenko bereits mehrfach über die politische Krise in Belarus gesprochen. Die Zusammenkunft im russischen Sotschi war jedoch das erste persönliche Treffen der beiden seit der umstrittenen Präsidentenwahl vom 9. August - und das erste Mal seit der Wahl, dass Lukaschenko sein Land verlassen hat.

Putin warnt vor Einmischung aus dem Ausland

Er hatte sich Anfang August nach 26 Jahren an der Macht zum sechsten Mal in Folge zum Wahlsieger erklären lassen - mit mehr als 80 Prozent der Stimmen. Die EU erkennt dieses Ergebnis nicht an. Moskau hatte Lukaschenko jedoch gratuliert.

Putin sprach sich aufgrund der angespannten Lage auch für eine Verfassungsreform in Belarus aus. "Ich denke, das ist logisch, zeitgemäß und angemessen", sagte der Kremlchef. Mögliche Veränderungen hatte Lukaschenko zuletzt nicht ausgeschlossen. Die Opposition betonte aber, dass er mit diesen Versprechungen nur Zeit gewinnen wolle.

Zugleich warnte Putin einmal mehr vor einer Einmischung des Auslands in den Machtkampf. Die Menschen sollten ohne Druck von außen in einem Dialog miteinander reden, "um diese Situation zu klären". Der Kremlchef selbst hatte zuvor Belarus für den Ernstfall auch militärische Unterstützung in Aussicht gestellt. 

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Putin und Lukaschenko treffen sich in Sotschi

Verlässlich wie eine lange, schlechte Ehe

Der angeschlagene Diktator von Belarus sucht die Hilfe des russischen Präsidenten. Die beiden kennen sich seit mehr als 20 Jahren, hatten oft Streit, aber wissen, was sie aneinander haben. Eine Beziehungsgeschichte.

Von Christian Esch

14.09.2020, 12.48 Uhr

Schlecht im Zusammenspiel: Lukaschenko und Putin beim Eishockey in Sotschi 2014

 Foto: Alexei Nikolsky/ AP/dpa

Diesen Sommer wurde Alexander Lukaschenko nach seinem Verhältnis zu Wladimir Putin gefragt. Ob es wahr sei, dass ihre Beziehung von Anfang an schwierig war? "Es gibt da gewisse Spannungen. Einfach weil wir beide starke Persönlichkeiten sind", sagte Lukaschenko diplomatisch. Dass er und Putin einander schon angeschrien hätten, sei allerdings ein Gerücht. Putin neige ja ohnehin nicht zum Lautwerden, und er selbst sei zwar emotional, habe sich aber stets im Griff gehabt. Putin sei sein guter Freund und "großer Bruder".

Das Interview fand am 5. August statt, nur wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl, die Lukaschenkos Diktatur in eine Krise stürzte. So schwierig ist die Lage geworden, dass der Präsident von Belarus die Hilfe des großen Bruders sucht. An diesem Montag trifft er mit dem russischen Präsidenten in Sotschi zusammen, nur einen Tag nachdem wieder einmal viele Zehntausende in Minsk auf die Straße gegangen sind. Sie protestieren gegen Lukaschenkos Herrschaft, gegen massive Wahlfälschung und Polizeigewalt und die Unterdrückung der Opposition. Putin hat bereits verkündet, dass er notfalls russische Sicherheitskräfte ins Nachbarland schicken will.  

asc/dpa  

اتحادیه اروپا" بحران در بلاروس؛ " آلمان": جنبش اعتراضی بلاروس؛ مینسک " آنگلا مرکل، صدراعظم آلمان از شجاعت و پیگیری و استواری مردم بلاروس در مبارزه در راه آزادی و حکومتی مردم‌سالار ستایش کرد." پلیس با خشونت گردهمایی مسالمت‌آمیز زنان را برچید

بحران در بلاروس؛ دیدار لوکاشنکو با پوتین در سوچی

ولادیمیر پوتین در دیدار با زمامدار بلاروس از اعطای یک وام ۵/ ۱ میلیارد دلاری به این کشور خبر داد. این اولین سفر خارجی الکساندر لوکاشنکو به خارج از کشور پس از شروع بحران سیاسی و افزایش اعتراضات مخالفان در بلاروس است.

 

 

Alexander Lukaschenko (r.) mit Wladimir Putin

 Foto: SERGEI GAPON / AFP

پویتن و لوکاشنکو، عکس از آرشیو

عکس از آرشیو

الکساندر لوکاشنکو روز دوشنبه، ۲۴ شهریور، برای سومین بار در چهار ماه اخیر با ولادیمیر پوتین دیدار و گفت‌وگو کرد. ملاقات آنها این بار در سایه اعتراضات گسترده مخالفان دولت بلاروس صورت گرفت وشاید به همین دلیل تبادل نظر دو سیاستمدار پشت درهای بسته و بدون حضور گزارشگران انجام شد.

در بیانیه‌ای که کرملین پیش از شروع دیدار زمامداران دو کشور منتشر کرد موضوعات محوری مذاکرات علاوه بر ناآرامی‌های بلاروس، قیمت جدید گاز و بدهی‌های این کشور به روسیه عنوان شد

بلاروس که ۱۸ میلیارد دلار بدهی خارجی دارد،  از نظر اقتصادی به روسیه وابسته است و بخش عمده این بدهی‌ها هم به روسیه است. در حال حاضر بحران سیاسی و اقتصادی بلاروس در حال حاضر لوکاشنکو را بیش از هر زمانی به  کمک‌های دوست دیرینه خود پوتین نیازمند کرده است.

لوکاشنکو در سطح بین‌المللی تا حد زیادی منزوی شده اما اقدامات پوتین حاکی از آن است که او مصمم است از سرنگونی دولت بلاروس جلوگیری کند.

پوتین در جریان دیدار با لوکاشنکو اقدام دولت بلاروس برای اصلاح قانون اساسی را لازم و متناسب با مقتضایات زمان توصیف کرد، ولی در عین هشدار داد که "نباید دخالتی از خارج در امور بلاروس انجام شود".

دو رزمایش در یک زمان

قرار است روز دوشنبه یگان ویژه یک گردان چترباز نیروی هوایی روسیه برای رزمایش مشترکی با ارتش بلاروس به این کشور منتقل شود. این رزمایش تا روز ۲۵ سپتامبر طول می‌کشد.

هم‌زمان یک رزمایش مشترک اعضای ناتو در لیتوانی، کشور همسایه بلاروس، برگزار می‌شود که آن هم تا روز ۲۵ سپتامبر خواهد بود.

در ماه اوت پوتین اعلام كرد كه به درخواست لوكاشنكو نیروهای ویژه پلیس روسیه آماده ارسال به بلاروس شده‌اند.

رئیس جمهور روسیه همچنین وعده داده است که در رابطه با بدهی‌های بلاروس تجدیدنظر کند و از سیستم بانکی این کشور پشتیبانی کند.

در بلاروس اعتراضات گسترده ادامه دارند و تنها در روز یکشنبه، ۲۳ شهریور (۱۳سپتامبر) حدود ۹۰۰ تن از معترضان دستگیر شدند. به گفته وزارت کشور بلاروس، ۵۰۰ مورد دستگیری در مینسک، بوده است.

شمار تظاهرکنندگان روز یکشنبه در مینسک ۱۰۰ هزار نفر اعلام شد.

پس از انتخابات مناقشه‌برانگیز ریاست جمهوری در نهم اوت اعتراضات سراسری در بلاروس آغاز شد.

لوکاشنکو اعلام کرد، با کسب "۱/ ۸۰ درصد آرا" پیروز انتخابات است. نیروهای اپوزیسیون نتایج انتخابات را به‌رسمیت نمی‌شناسند و سوتلانا تیخانوفسکایا را پیروز واقعی انتخابات می‌دانند.

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بحران در بلاروس؛ دیدار لوکاشنکو با پوتین در سوچی

ولادیمیر پوتین در دیدار با زمامدار بلاروس از اعطای یک وام ۵/ ۱ میلیارد دلاری به این کشور خبر داد. این اولین سفر خارجی الکساندر لوکاشنکو به خارج از کشور پس از شروع بحران سیاسی و افزایش اعتراضات مخالفان در بلاروس است.

الکساندر لوکاشنکو روز دوشنبه، ۲۴ شهریور، برای سومین بار در چهار ماه اخیر با ولادیمیر پوتین دیدار و گفت‌وگو کرد. ملاقات آنها این بار در سایه اعتراضات گسترده مخالفان دولت بلاروس صورت گرفت وشاید به همین دلیل تبادل نظر دو سیاستمدار پشت درهای بسته و بدون حضور گزارشگران انجام شد.

در بیانیه‌ای که کرملین پیش از شروع دیدار زمامداران دو کشور منتشر کرد موضوعات محوری مذاکرات علاوه بر ناآرامی‌های بلاروس، قیمت جدید گاز و بدهی‌های این کشور به روسیه عنوان شد

بلاروس که ۱۸ میلیارد دلار بدهی خارجی دارد،  از نظر اقتصادی به روسیه وابسته است و بخش عمده این بدهی‌ها هم به روسیه است. در حال حاضر بحران سیاسی و اقتصادی بلاروس در حال حاضر لوکاشنکو را بیش از هر زمانی به  کمک‌های دوست دیرینه خود پوتین نیازمند کرده است.

لوکاشنکو در سطح بین‌المللی تا حد زیادی منزوی شده اما اقدامات پوتین حاکی از آن است که او مصمم است از سرنگونی دولت بلاروس جلوگیری کند.

پوتین در جریان دیدار با لوکاشنکو اقدام دولت بلاروس برای اصلاح قانون اساسی را لازم و متناسب با مقتضایات زمان توصیف کرد، ولی در عین هشدار داد که "نباید دخالتی از خارج در امور بلاروس انجام شود".

دو رزمایش در یک زمان

قرار است روز دوشنبه یگان ویژه یک گردان چترباز نیروی هوایی روسیه برای رزمایش مشترکی با ارتش بلاروس به این کشور منتقل شود. این رزمایش تا روز ۲۵ سپتامبر طول می‌کشد.

هم‌زمان یک رزمایش مشترک اعضای ناتو در لیتوانی، کشور همسایه بلاروس، برگزار می‌شود که آن هم تا روز ۲۵ سپتامبر خواهد بود.

در ماه اوت پوتین اعلام كرد كه به درخواست لوكاشنكو نیروهای ویژه پلیس روسیه آماده ارسال به بلاروس شده‌اند.

رئیس جمهور روسیه همچنین وعده داده است که در رابطه با بدهی‌های بلاروس تجدیدنظر کند و از سیستم بانکی این کشور پشتیبانی کند.

در بلاروس اعتراضات گسترده ادامه دارند و تنها در روز یکشنبه، ۲۳ شهریور (۱۳سپتامبر) حدود ۹۰۰ تن از معترضان دستگیر شدند. به گفته وزارت کشور بلاروس، ۵۰۰ مورد دستگیری در مینسک، بوده است.

شمار تظاهرکنندگان روز یکشنبه در مینسک ۱۰۰ هزار نفر اعلام شد.

پس از انتخابات مناقشه‌برانگیز ریاست جمهوری در نهم اوت اعتراضات سراسری در بلاروس آغاز شد.

لوکاشنکو اعلام کرد، با کسب "۱/ ۸۰ درصد آرا" پیروز انتخابات است. نیروهای اپوزیسیون نتایج انتخابات را به‌رسمیت نمی‌شناسند و سوتلانا تیخانوفسکایا را پیروز واقعی انتخابات می‌دانند.

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پلیس بلاروس با خشونت گردهمایی مسالمت‌آمیز زنان را برچید

مأموران پلیس بلاروس گردهمایی مسالمت‌آمیز زنان بلاروس را در مینسک با خشونتی کم‌مانند پراکنده کردند. مخالفان دولت گفته‌اند که از پای نخواهند نشست و برای امروز یکشنبه نیز مردم را به گردهمایی‌های اعتراض‌آمیز دعوت کرده‌اند.

    

Weißrussland | Proteste in Minsk (Getty Images/AFP/Tut.By)

گردهمایی بزرگ  روز شنبه (۲۱ سپتامبر) مخالفان لوکاشنکو در بلاروس با خشونتی فراوان برچیده شد، با این‌حال نهادهای سیاسی مخالف دولت برای امروز یکشنبه نیز از مردم خواسته‌اند که در اعتراضات گسترده علیه  حکومت شرکت کنند. حکومت نسبت به گردهمایی هشدار داده و مردم را از شرکت در آن منع کرده است.

مخالفان تصمیم دارند که هر یکشنبه را به روز اعتراض سراسری به حکومت لوکاشنکو تبدیل کنند. یکشنبه گذشته تا ۱۰۰ هزار نفر در گردهمایی شرکت کردند و علیه دولت حاکم شعار دادند.

روز شنبه نیروهای پلیس با ماسک و نقاب‌های شیشه‌ای با خشونت زنان تظاهرکننده را پراکنده کردند. بنا به گزارش‌ها حدود ۷۰ نفر از زنان دستگیر شدند.

لوکاشنکو، که مخالفانش او را "آخرین دیکتاتور اروپا" می‌نامند، به تازگی فرماندهان دستگاه سرکوب را تغییر داده و از آنها خواسته است که در برابر گردهمایی‌های غیرمجاز قاطع و سختگیر باشند. مخالفان به ندرت موفق می‌شوند مجوز تجمع و تظاهرات دریافت کنند.

روز شنبه زنان مخالف حکومت لوکاشنکو، در اعتراض به بازداشت ماریا کولسنیکووا، از رهبران اصلی جنبش اعتراضی، در میدان آزادی گرد آمدند. مأموران زنان را در محاصره گرفتند و برخی از آنها را با خود بردند. زنان تلاش کردند آرامش خود را حفظ کنند و موفق شدند راه‌پیمایی را به شکل مسالمت‌آمیز به پایان برسانند.

از آنجا که مأموران پلیس با خشونت بیشتری با مردان روبرو می‌شوند، این بار زنان تصمیم گرفته بودند که به تنهایی به خیابان بروند؛ اما مأموران این بار هم به دستگیری بسیاری از آنها دست زدند.

انتخاباتی مناقشه‌انگیز

در بلاروس از زمان انتخابات ریاست جمهوری در ماه گذشته، هر روز معترضان به خیابان می‌روند. لوکاشنکو که از ۲۶ سال پیش زمامدار کشور است، این بار هم در انتخابات شرکت کرد و مدعی شد که با بیش از ۸۰ درصد آرا "پیروز" شده است.

مخالفان عقیده دارند که سوتلانا تیخانوفسکایا، که به طور رسمی تنها حدود ۱۰ درصد آرا را کسب کرد، برنده واقعی انتخابات ۹ اوت بوده است. خانم تیخانوفسکایا مجبور شد از بیم جان خود و فرزندانش به کشور همسایه لیتوانی بگریزد. او هم‌اکنون در لهستان به‌سر می‌برد.

او از تبعیدگاه خود به نیروهای پلیس در سرکوب گردهمایی‌های مسالمت‌آمیز هشدار داد که در آینده باید مسئولیت عملکرد جنایتکارانه خود را متحمل شوند.

تظاهرات امروز یکشنبه عمدتا با شعار آزادی ماریا کولسنیکووا برگزار می‌شود. مقام‌های امنیتی این کنشگر ۳۸ ساله را به "تلاش غیرقانونی برای کسب قدرت" متهم کرده‌اند.

آنگلا مرکل، صدراعظم آلمان، روز شنبه نگرانی خود را از سیر اوضاع در بلاروس ابراز کرد و "سرکوب جنبش آزادی‌خواهی" را محکوم نمود. او در پیام ویدیویی از شجاعت و پیگیری و استواری مردم بلاروس در مبارزه در راه آزادی و حکومتی مردم‌سالار ستایش کرد.

 

MAR/DW/BILD

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