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اخبار جهان

عراق" لبنان": تجمع «هزاران» معترض در خیابان‌های بغداد" لبنان":" کشته شدن چند معترض در جریان تجمع در مقابل کنسولگری ایران در کربلا

 

Die jungen Demonstranten fordern Freiheit und ein Ende von Korruption und Misswirtschaft. Doch Irans Milizen schlagen brutal zurück.

Foto: KHALID AL-MOUSILY / Reuters

عراق" لبنان": تجمع «هزاران» معترض در خیابان‌های بغداد" لبنان":"   کشته شدن چند معترض در جریان تجمع در مقابل کنسولگری ایران در کربلا

PROTESTE IN IRAK UND LIBANON ESKALIEREN

Gewalt-Exzesse der

Mullah-Milizen

آتش زدن پرچم جمهوری اسلامی در بغداد

BILD sprach mit Aktivisten – Warum dieser Brandherd auch Europa angeht

Brennende Barrikaden in Bagdad. Iraks Jugend protestiert gegen die Regierung

Foto: KHALID AL-MOUSILY / Reuters

von: ANTJE SCHIPPMANN UND BJÖRN STRITZELveröffentlicht am

05.11.2019 - 20:09 Uhr

Sie wollen ein Ende von Korruption und Misswirtschaft und riskieren dafür alles. Hunderttausende junge Iraker und Libanesen versammeln sich seit Wochen auf den Straßen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

▶︎ Am Montag wurde in Bagdad erstmals mit scharfer Munition auf die Demonstranten geschossen, berichteten Augenzeugen.

BILD sprach mit Demonstranten im Irak und im Libanon und erklärt, warum diese Proteste auch Europa angehen.

Gewalt-Exzesse iranischer Milizen im Irak

Im Irak sind seit Anfang Oktober mehr als 270 Tote und Tausende Verletzte bei Massenprotesten zu beklagen.

Die Sicherheitskräfte schießen seit dem Aufflammen der Proteste mit schweren militärischen Tränengasgranaten auf die unbewaffneten Demonstranten, zielen auf Köpfe, berichtet Amnesty International. Videos zeigen junge Demonstranten mit zertrümmerten Schädeln, aus deren Augen oder Mündern Rauch quillt

راح يجي يوم ويحاسبكُم الشعب على كلشي الله لايوفقكُم ولكُم احنه اهل العراق انتُم منين الخاطر الله

----------— علي القيسي (@PoetAlialqaisi) November 1, 2019--------------

Trotz der Gewaltexzesse der Sicherheitskräfte halten die jungen Iraker ungebrochen an ihrer „Revolution“ fest. Sie besetzen den zentralen Tahrir-Platz, organisieren dort die Versorgung der Demonstranten und Diskussionen über die Zukunft ihres Landes. Selbst eine eigene Zeitung mit ihren Forderungen haben die Demonstranten am Montag veröffentlicht.

Einer der Aktivisten ist Wissam (24) aus Bagdad. Er hat sein Jura-Studium beendet und ist nun jeden Tag auf der Straße.

Warum er die Proteste unterstützt? „Wir wollen nicht länger arbeitslos sein, und wir wollen frei leben“, sagt er zu BILD.

Das von den Demonstranten besetzte Gebäude wird „Turkish Restaurant“ genannt. Denn während der Diktatur von Saddam Hussein war darin ein edles Restaurant

Foto: Khalid Mohammed / AP Photo / dpa

Wissam weiter: „Wir wollen nicht zu Flüchtlingen werden. Und wir wollen, dass die geflüchteten Iraker aus den USA und aus Europa zurück kommen können. Irak könnte ein reiches Land sein, wie die Arabischen Emirate oder Katar, aber unser Geld fließt nach Teheran. Wir hoffen, dass Europa uns helfen wird.“ 

Iraks Jugend habe keine Hoffnung mehr, die Situation durch Wahlen zu verbessern, denn das Regime sei korrupt und werde von Milizen aus dem Nachbarland Iran kontrolliert, sagt Wissam. „Wir fordern, dass die Regierung zurücktritt und durch eine technokratische Regierung ersetzt wird, die notwendige Reformen durchführt.“ 

Auf Twitter dokumentiert Wissam unter „IraqiRevolution“ die Proteste, teilt gemeinsam mit zwei anderen jungen irakischen Männer und einer Frau die Videos, Fotos und Berichte.

Graffiti am Tahrir-Platz in Baghdad über die „Revolution der Jugend“

Foto: Khalid Mohammed / AP Photo / dpa

Ausländische Journalisten sind fast gar nicht mehr vor Ort. Die Regierung sperrt das Internet, Wissam und seine Freunde können nur über technische Umwege überhaupt berichten.

Die junge Bewegung kommt aus verschiedensten Gesellschaftsschichten: Studenten, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen haben sich angeschlossen, am Samstag bekundeten auch rund 200 Menschen mit Behinderung mit einer Kundgebung ihre Unterstützung. Der Lehrerverband unterstützt den Aufstand, selbst junge Familien kommen tagsüber zu den Demonstrationen.

„Es geht uns um die Zukunft des Irak, nicht um Religion oder sektiererische Grenzen“, sagt Wissam. „Schiiten, Sunniten, Christen, alle wollen eine Irak ohne iranische Kontrolle.“

Aldora district - #Baghdad 

Students strike 

---------

منطقة الدورة - #بغداد

إضراب الطلبة 

---------  — #IraqiRevolution (@IRaqiRev) November 4, 2019 -----------     

Fürchten Szenario wie in Syrien, wenn Europa nicht hilft“

Irans Milizen würden gezielte Tötungen und Entführungen durchführen, berichtet Wissam.

Saba al Mahdawy (35) ist die erste Frau unter den Demonstranten, die verschleppt wurde. Sie war als Sanitäterin auf dem Tahrir Platz, als bewaffnete Milizen sie am Sonntag in ein Auto zerrten.

„Wir haben Angst vor einer Situation wie in Syrien“, sagt Wissam. „Denn Qassem Soleimani leitet jetzt hier die Operation.“

Der iranische General Qassem Soleimani ist der berüchtigte Kopf von Irans Auslandsmilizen. Seine Einheiten sind für ihre Brutalität bekannt und für die Machtexpansion des Mullah-Regimes im Nahen Osten zuständig.

Sie verbreiten Teherans Terror in Syrien, Irak, Libanon, Gaza und Jemen.

Qassem Soleimani, Leiter der berüchtigten Auslandsmilizen des iranischen Regimes

Foto: ddp images/abaca press

Seit Tagen hält sich Soleimani in Baghdad auf und übernimmt offenbar die Regierungsgeschäfte. So verhinderte der iranische Milizenchef den Rücktritt des irakischen Premierministers (und damit die Auflösung der Iran-hörigen Regierung).

Soleimani saß sogar anstelle des Premierministers in einem Treffen des Sicherheitskabinetts, wo er den Irakern erklärte: „Wir im Iran wissen, wie man mit Protesten umgeht.“

Auch deshalb richten sich die irakischen Proteste so explizit gegen das Teheraner Regime und seine Schergen. Die Demonstranten skandieren „Iran raus aus unserem Land“, zerreißen Propaganda-Plakate des iranischen Oberhaupts Ayatollah Khamenei, montieren die Schilder von nach Chomeini benannten Straßen ab und haben in der Nacht zu Montag das iranische Konsulat in Nadschaf angegriffen.

„Die Europäische Union soll die iranischen Milizen mit Sanktionen belegen. Sie sollen endlich handeln, sonst werden sie uns töten wie in Syrien“, fordert Wissam.

Who would have thought this day would come in #Baghdad? Iraqis answered yesterday the Iranian supreme leaders insults to them by calling their protests riots. #Iraq pic.twitter.com/lX4kWUao4V

--------— Steven nabil (@thestevennabil) November 1, 2019--------------

„Revolution der Frauen“ im Libanon

Im Libanon gehen die Sicherheitskräfte zwar auch brutal, jedoch nicht so mörderisch vor wie im Irak. Dort halten die Proteste, die von vielen jungen Frauen unterstützt werden, seit Mitte Oktober an.

Die Protestbewegung wird bereits ‚Revolution der Frauen‘ genannt“, sagt die Journalistin Luna Sawfan, die die Proteste seit Beginn dokumentiert.

Die Proteste in Beirut halten an. Eine junge Libanesin steht vor einer Straßensperre

Foto: Andres Martinez Casares / Reuters

Ausgelöst wurden die Demonstrationen aus Unmut über geplante neue Steuern der Regierung, darunter auch auf Anrufe via WhatsApp. Diese besonders absurde Form der Besteuerung, die nur der Gipfel der Korruption und Misswirtschaft im Libanon war, brachte in Kürze zehntausende Libanesen auf die Straße – und zwar unabhängig von Konfession oder ethnischer Zugehörigkeit.

Das nach Religionszugehörigkeit ausgerichtete politische System des Libanon wird zunehmend als Bereicherungsinstrument der herrschenden politischen Klasse wahrgenommen. Zwar versuchte die Regierung hastig, die Demonstranten mit Reformvorschlägen zu beruhigen, doch ließen diese bislang nicht von ihren Forderungen ab, immer wieder sind „Revolution!“-Sprechchöre auf den Straßen zu hören. Am 29. Oktober gab Premierminister Hariri schließlich seinen Rücktritt bekannt.

#Lebanon

•No vivid response from the government on the demands.

•Many meetings are taking place between different politicians & deputies.

•Protestors still rejecting the reform paper offered last week by the cabinet.#Lebanonprotests #لبنان_ينتفض

(Ph: @Patrick_Baz ) pic.twitter.com/GWSc0dlZKx

--------------— Luna Safwan - لونا صفوان (@LunaSafwan) October 29, 2019--------------------------

Anders als im Irak setzten die Iran-gesteuerten Milizen im Libanon bisher nicht auf die tödliche Niederschlagung der Proteste. Allerdings schickte die Hisbollah – der libanesische Filiale des Teheraner Mullah-Regimes – ihre Schlägertruppen.

Sie verprügelten Demonstranten, rissen Barrikaden und improvisierte Zeltlager ein, mit dem Ziel die Protestgegenden vom Rest des Landes abzuschneiden, sagt Libanon-Experte Tony Badran zu BILD, der sich intensiv mit der Hisbollah beschäftigt.

هؤلاء ظهروا في صور وهم يضربون الناس وحتى قوى الامن فهل أوقف احد منهم ؟ pic.twitter.com/S9yzIVvR6n

----------------------— Nada Abdelsamad (@BBCNadaSamad) November 1, 2019-----------------

Badran zufolge mussten einige Demonstranten vor laufender Kamera Zwangsgeständnisse ablegen und sich bei Hisbollah-Chef Nasrallah und Parlamentssprecher Nabih Berri entschuldigen. „So wie die Dinge aktuell stehen, gefährden die Proteste allerdings nicht die Macht der Hisbollah, und sie richten sich auch nicht spezifisch gegen die Hisbollah oder ihre Bewaffnung“, sagt er.

Dabei hänge die wirtschaftliche Misere des Landes direkt mit den Terroraktivitäten der Hisbollah zusammen, die im Nachbarland Syrien an der Seite des Diktators Assad kämpft.

Der Libanon könne aufgrund der Sanktionen gegen die Hisbollah kaum neues Kapital anziehen. In der Vergangenheit hätten die illegalen Aktivitäten des Terrornetzwerks zwar Bargeld in die Banken und den Immobiliensektor gespült, doch Sanktionen hätten die Bankennutzung schwieriger gemacht, so Badran.

Happy and positive vibes from this amazing woman who decided to bring her cat with her to yesterday's protest. #lebanon #LebanonProtests #لبنان_ينتفض

------------------— Luna Safwan - لونا صفوان (@LunaSafwan) October 27, 2019---------------

Die Journalistin Safwan meint, dass die bisherigen Methoden des Irans und seiner Verbündeten im Libanon die Demonstranten nicht einschüchtern.

„Bislang wirkt es nicht, es gab zwar einige Vorfälle in denen junge Leute bedroht oder zusammengeschlagen wurden, weil sie die Hisbollah kritisierten. Manche wurden auch gezwungen eine Entschuldigung zu veröffentlichen, aber es ist im Libanon dennoch eine andere Lage als im Irak.“

Brutalität im Irak ist Irans Botschaft an andere

Sowohl im Libanon als auch im Irak übt der Iran über seine Verbündeten an der Regierung und im Sicherheitsapparat massiven Einfluss aus. Der Machtkorridor Teherans erstreckt sich somit bis ans Mittelmeer – eine strategische Position, an der das Mullah-Regime mit aller Gewalt festhalten will.

„Mit der Brutalität gegen die Demonstranten im Irak will Qassem Soleimani eine Botschaft an die Libanesen und Iraner senden: Das wird passieren, wenn ihr aufbegehrt“, sagt Irak-Experte Michael Pregent zu BILD.

Im Libanon könne Soleimani sich solch exzessive Gewalt gegen die Demonstranten nicht so einfach leisten, es gäbe einen weltweiten Aufschrei, vermutet der langjährige Militärberater und US-Geheimdienstoffizier Pregent. „Iraker hingegen kann man töten, ohne dass es den Westen kümmert.“

Demonstration für Frauenrechte und gegen Korruption in Beirut

Foto: Getty Images / Getty Images

Auch er hält Sanktionen für ein wichtiges Werkzeug, um die Gewalt zu beenden. Diese müssten vor allem die sogenannten „Badr-Brigaden“ treffen.

Die laufenden Ausbildungsprogramme für die Sicherheitskräfte müssten zudem gestoppt und an Bedingungen geknüpft werden, so Pregent: „Leider werden nicht einmal die kleineren pro-iranischen Milizen wie Asa‘ib Ahl al-Haqq wirkungsvoll sanktioniert, weil man befürchtet, das könnte die Iraker gegen die USA aufbringen. Dabei demonstrieren die jungen Iraker ja gerade gegen genau diese Gruppen.“

Der Irak-Experte sieht hier Europa in der Pflicht: „In Syrien hat der Westen versagt, er hat eine Protestbewegung gegen einen Diktator im Stich gelassen. Im Irak demonstrieren jetzt wieder Tausende gegen eine sehr schwache Regierung, die von Soleimani kontrolliert wird.“

Bundesregierung drängt auf Reformen

Die Gefahr der nächsten durch Irans Aggression befeuerten Flüchtlingskrise scheint also durchaus real. Von Sanktionen oder wirksamer Einflussnahme zur Unterstützung oder zumindest zum Schutz der Demonstranten scheint die Bundesregierung jedoch bis jetzt weit entfernt.

Die Entwicklungen in Libanon und Irak hätten nicht nur Folgen für die Stabilität beider Länder, sondern für die gesamte Region, heißt es aus dem Auswärtigen Amt auf BILD-Nachfrage. Die Anliegen der Demonstrierenden im Libanon halte man für legitim. Jetzt sei es von entscheidender Bedeutung, dass die libanesische Regierung dringend notwendige wirtschaftspolitische Reformen umsetzt.

Grafitti im Irak zeigen eine Tränengasgranate, die auf den Kopf eines jungen zielt, und die Frage an die Welt: Wo seid ihr?

Foto: AHMAD AL-RUBAYE / AFP

In Irak seien die Proteste Ausdruck einer anhaltenden großen Unzufriedenheit, die Menschen erwarteten von der Regierung und vor allem auch von den Volksvertretern im Parlament, dass diese ihrer Verantwortung gerecht werden und nun rasch Reformmaßnahmen ergreifen, die die Lebenssituation der Menschen spürbar und nachhaltig verbessern.

Dass Teherans Anspruch auf Einflussnahme in Irak nur auf begrenzte Akzeptanz treffe, werde auch während der aktuellen Proteste deutlich, heißt es weiter aus dem Auswärtigen Amt.

Die Frage des Umgangs mit den Milizen sei eine der zentralen innenpolitischen Herausforderungen Iraks. Die Bundesregierung unterstütze ausdrücklich die Ankündigung der irakischen Regierung, Übergriffe durch Sicherheitskräfte strafrechtlich zu verfolgen. Mit dem Iran stehe die Bundesregierung in kontinuierlichem Austausch, auch zu der problematischen Rolle Irans in der Region.

فیلمی از قیام مردم لبنان امروز انبوه تظاهرکنندگان لبنانی در بیروت و طرابلس به خیابانها آمده اند

WHATSAPP-AUFSTAND IM LIBANON

Hisbollah-Terroristen greifen Demokratie-Demonstranten an

Eine Frau wird auf den Straßen Beiruts versorgt, nachdem sie von Hisbollah-Schergen angegriffen wurde

Foto: Hussein Malla / AP Photo / dpa

29.10.2019 - 16:49 Uhr

Erneute Eskalation im Libanon.

Bei den regierungskritischen Protesten im Libanon ist es zu Angriffen zweier politischer schiitischer Gruppen auf Demokratie-Demonstranten gekommen. Anhänger der Hisbollah und der mit ihr Verbündeten Amal-Bewegung zerstörten am Dienstag Zelte der Protestler im Stadtzentrum von Beirut, woraufhin einige Demonstranten die Flucht ergriffen.

Die Anhänger beider Gruppen setzten Augenzeugen zufolge auch einige Zelte in Brand, griffen die Crew eines TV-Senders an und zerstörten deren Kameras. Mindestens sechs Menschen wurden dem Libanesischen Roten Kreuz zufolge verletzt.

Anhänger der Hisbollah verbrennen am Dienstag Zelte eines Protestcamps von regierungskritischen Demonstranten

Foto: Bilal Hussein / dpa

Ein Demonstrant sagte, die Hisbollah habe „diese Leute“ geschickt, um den Protesten ein Ende zu bereiten. Die in Deutschland in Teilen als Terrororganisation geführte Hisbollah ist an der Regierung des Libanons beteiligt.

Im Libanon laufen seit fast zwei Wochen anhaltenden Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft. Entzündet hatten sie sich an einer geplanten Steuer auf die Nutzung der Applikation „WhatsApp“. Auch nachdem die Regierung diese Pläne stoppte, gingen die Proteste weiter und weiteten sich auf das ganze Land aus.

Auch vor ausländischen Journalisten machten die Terror-Unterstützer nicht Halt. Die Polizei (hinten links) guckte nur zu

Foto: Hussein Malla / AP Photo / dpa

Regierungschef will zurücktreten

Unter dem Druck massiver Proteste hat Libanons Regierungschef Saad Hariri unterdessen seinen Rücktritt angekündigt. Er werde mit seiner gesamten Regierung beim Präsidenten den Rücktritt einreichen, sagte Hariri am Dienstag in einer Fernsehansprache. Im Libanon gibt es seit bald zwei Wochen massive Proteste gegen die politische Führung, welche die Demonstranten für die desolate wirtschaftliche und soziale Lage im Land verantwortlich machen.

Ministerpräsident Hariri hat am Dienstag angekündigt, zurücktreten zu wollen

Foto: JOSEPH EID / AFP

„Ich begebe mich in den Baabda-Palast, um dem Präsidenten der Republik den Rücktritt meiner Regierung anzubieten“, sagte Hariri, der seit 2016 im Amt ist. Von den Demonstranten, die den Auftritt live im Fernsehen verfolgten, wurde die Ankündigung mit Jubel aufgenommen. Der libanesische Staat ist hochverschuldet. Zudem kämpft das Land seit Jahren mit einer massiven Müll- und Umweltkrise sowie permanenter Stromknappheit.

Im politischen System des Libanon sind die Spitzenposten unter den wichtigsten Religionsgruppen aufgeteilt. So ist der Präsident ein Christ, der Regierungschef ein Sunnit und der Parlamentspräsident ein Schiit.

Libanon: Tausende demonstrieren gegen Regierung wegen neuer Steuerreform   

Hariri steht einer Koalitionsregierung vor, die auch von der schiitischen Hisbollah-Bewegung mitgetragen wird. Der Unternehmer und Milliardär ist der Sohn des ermordeten Politikers Rafik Hariri und war bereits von 2009 bis 2011 Ministerpräsident.

 

عراق" لبنان": تجمع «هزاران» معترض در خیابان‌های بغداد" لبنان":"   کشته شدن چند معترض در جریان تجمع در مقابل کنسولگری ایران در کربلا

https://www.youtube.com/watch?time_continue=4&v=bm_eCzVKf8c

حمله تظاهر کنندگان به کنسولگری جمهوری اسلامی در کربلا

کشته شدن چند معترض در جریان تجمع در مقابل کنسولگری ایران در کربلا

صحنه‌ای از حمله به کنسولگری ایران در کربلا

رئیس پزشکی قانونی عراق روز دوشنبه به خبرگزاری فرانسه گفت طی شبی که گذشت چهار تن از معترضان عراقی در مقابل ساختمان کنسولگری ایران در کربلا به ضرب گلوله به قتل رسیده‌اند.

بنا بر این گزارش نیروهای امنیتی در کربلا به سمت معترضانی که قصد داشتند از دیوار کنسولگری ایران بالا بروند شلیک کردند که در جریان آن سه معترض کشته شده و ۱۹ نفر دیگر نیز زخمی شده‌اند.

شامگاه یک‌شنبه معترضان ضمن آویختن پرچم عراق از دیوارهای کنسولگری ایران در کربلا بر دیوارهای این ساختمان با اسپری نوشتند: «کربلا آزاد است، ایران برو بیرون! بیرون!»

معترضان عراقی حکومت جمهوری اسلامی را حامی اصلی دولت کنونی عراق می‌دانند که به گفته معترضان دولتی فاسد و ناکارآمد است.

پرتاب سنگ از سوی معترضان به سوی کنسولگری ایران در کربلا. شب گذشته

در همین حال، روز دوشنبه، سرکنسول ایران در کربلا به متقاضیان سفر به عتبات گفت: «زائران تا برقراری امنیت لازم، سفر خود را به تعویق بیندازند. چرا که اکنون شرایط مناسبی برای حضور زائران در کربلا و نجف وجود ندارد.»

میرمسعود حسینیان به خبرگزاری فارس گفت که «اکنون با توجه به مشکلات ایجاد شده، شرایط مناسبی برای حضور زائران در کربلا و نجف وجود ندارد و متأسفانه برخلاف هشدارها، تعدادی از زائران ایرانی در عراق حضور دارند. وی تأکید کرد که «این افراد باید زودتر به کشور بازگردند.»

بنا بر گزارش‌ها شب گذشته ده‌ها معترض از موانع مقابل کنسولگری ایران گذشته و پرچم جمهوری اسلامی را نیز پایین کشیده، پرچم عراق را جایگزین کرده‌اند.

نیروهای امنیتی نخست اقدام به شلیک هوایی کرده بودند تا تجمع را پراکنده کنند. معترضان از سوی دیگر به سوی آن‌ها سنگ پرتاب کرده و دور ساختمان کنسولگری تایر آتش زده‌اند.

خبرگزاری فارس مهاجمان را «افرادی ناشناس» توصیف کرده است.

حمله به کنسولگری ایران در کربلا ساعاتی پس از آن صورت گرفت که عادل عبدالمهدی، نخست‌وزیر عراق، در بیانیه‌ای از معترضان خواست به خانه‌هایشان بازگردند.

در همین حال روز دوشنبه، دونالد ترامپ، رئيس‌جمهور آمریکا یک توئیت درباره صحنه‌های حضور معترضان در جلوی کنسولگری ایران در کربلا را ریتوئیت (ارسال دوباره) کرده است.

همزمانی این ریتوئیت با ۱۳ آبان که سالروز تسخیر سفارت آمریکا در تهران است، در شبکه‌های اجتماعی بازتاب زیادی داشته است.

ایسرائیل کاتز، وزیر خارجه اسرائیل، نیز روز دوشنبه به تجمع معترضان واکنش نشان داده و در پیامی توئیتری نوشت: «ما با مبارزه مردم عراق برای آزادی و زندگی شایسته همدردی می‌کنیم و سرکوب و قتل تظاهرکنندگان به سرکردگی قاسم سلیمانی [فرمانده نیروی قدس] و سپاه پاسداران ایران را قویاً محکوم می‌کنیم.»​

نتعاطف مع نضال الشعب العراقي من أجل الحرية والحياة الكريمة ونستنكر بشدة أعمال القمع والقتل ضد المتظاهرين بقيادة قاسم سليماني وحرس الثورة الإيراني.ان الشعب العراقي هو شعب عريق وله تاريخ مجيد كما أن العديد من يهود العراق يحملون ذكريات طيبة من الحياة المشتركة في العراق

حضور معترضان عراقی در برابر کنسولگری ایران در کربلا در حالی صورت می‌گیرد که تازگی حسین شریعتمداری، مدیرمسئول و نماینده رهبر جمهوری اسلامی در روزنامه کیهان در دو یادداشت جداگانه خواستار تصرف سفارت آمریکا در بغداد توسط معترضان عراقی شده بود.​

ادامه اعتراضات در نقاط مختلف عراق

گزارشها از بغداد و مناطق جنوبی و شیعه‌نشین عراق نیز حاکی از مسدود شدن راه‌ها، تعطیلی مدرسه‌ها و اداره‌ها است.

خبرگزاری فرانسه می‌گوید معترضان در پایتخت عراق و دیگر مناطق جنوب آن کشور اقدام به بستن خیابان‌ها و راه‌ها، اداره‌های دولتی و مدارس کرده‌اند.

به گزارش این خبرگزاری معترضان با قرار دادن خودروها در وسط چهارراه‌ها در مناطقی از بغداد جلوی رفت‌وآمدها را گرفته‌اند. شماری از آن‌ها نیز در مدرسه‌ها دست به تحصن زده‌اند. همزمان اتحادیه آموزگاران نیز اعتصاب خود را تمدید کرده است.

اتحادیه‌ها، انجمن‌ها و تشکل‌های صنفی از جمله پزشکان، مهندسان و وکلای عراقی از اعتراضات حمایت کرده‌اند.

خبرگزاری رویترز از سوی دیگر بیانیه عادل عبدالمهدی، نخست‌وزیر عراق را بازتاب داده است که در آن از معترضان خواسته شده به احیای روند عادی در کشور کمک کنند و گفته شده ادامه اعتراضات «میلیادرها دلار» خسارت به اقتصاد کشور می‌زند.

در بیانیه‌ای که دفتر نخست‌وزیر عراق عصر یک‌شنبه منتشر کرده گفته شده که اعتراضات «ساختار سیاسی کشور را تکان داده است» و موفق شده به اهداف خود دست یابد؛ و اکنون باید متوقف شد چراکه ممکن است فعالیت‌های اقتصادی و بازرگانی عراق را مختل کند.

وضعیت اقتصادی در یکی از بزرگ‌ترین منابع نفتی جهان، در کنار اتهام‌های گسترده در مورد فساد اداری و سیاسی، بیکاری و شرایط و کیفیت زندگی در این کشور خود جرقه اولیه‌ای بود که اعتراضات گسترده را در عراق شعله‌ور کرد.

معترضان اما اکنون خواستار تغییرات گسترده در طبقه حاکم و پایان دخالت‌های خارجی در کشور خود هستند.

بیش از ۲۶۰ تن از شهروندان از آغاز اعتراضات در عراق طی یک ماه گذشته جان خود را از دست داده و ۱۱ هزار نفر دیگر نیز مجروح شده‌اند

 

ایران خواهان حفاظت از اماکن دیپلماتیک خود در عراق شد

سخنگوی وزارت امور خارجه ایران خواستار افزایش تدابیر برای حفاظت از اماکن دیپلماتیک ایران در عراق شده است.  

عباس موسوی‌، در واکنش به حمله معترضان به کنسولگری ایران در کربلا با محکومیت این اقدام گفت: «ایران از راه‌های سیاسی نگرانی و تاکیدات لازم را در خصوص ضرورت حفظ امنیت اماکن دیپلماتیک و کنسولی کشورمان در عراق را به دولت این کشور منتقل کرده است.»

او افزود : «ما خواستار اقدامات لازم و افزایش تدابیر برای حفاظت از اماکن دیپلماتیک کشورمان در عراق هستیم.»

درخواست ایران از عراق برای افزایش حفاظت از اماکن دیپلماتیک خود

معترضان چند بار پرچم جمهوری اسلامی را از کنسولگری ایران در کربلا پائین کشیده و پرچم عراق را نصب کردند

پس از ادامه حملات به کنسولگری ایران در کربلا، سخنگوی وزارت خارجه جمهوری اسلامی خبر داد که تهران خواستار افزایش حفاظت از اماکن دیپلماتیکش در عراق شده است.

عباس موسوی روز سه‌شنبه ۱۴ خرداد گفت که ایران نگرانی خود را به دولت عراق اعلام کرده و خواستار «اقدامات لازم و افزایش تدابیر برای حفاظت از اماکن دیپلماتیک» خود در این کشور شده است.

گروهی از معترضان عراقی شامگاه ۱۳ آبان برای چندمین بار پرچم جمهوری اسلامی را از کنسولگری ایران در کربلا پائین کشیده و پرچم عراق را به جای آن نصب کردند.

یک روز پیشتر نیز چهار نفر از معترضان در مقابل این کنسولگری به ضرب گلوله به قتل رسیده‌ بودند.

حضور معترضان عراقی در برابر کنسولگری ایران در کربلا در حالی صورت می‌گیرد که به تازگی حسین شریعتمداری، مدیرمسئول و نماینده رهبر جمهوری اسلامی در روزنامه کیهان، در دو یادداشت جداگانه خواستار تصرف سفارت آمریکا در بغداد توسط معترضان عراقی شده بود.​

قطع اینترنت میلیون‌ها کاربر در عراق

خبرگزاری رویترز از قطع اینترنت در بغداد و برخی دیگر از شهرهای عراق خبر داد. بر اساس این گزارش شامگاه دوشنبه و همزمان با ادامه اعتراض‌ها در این کشور اینترنت در بخش‌هایی از عراق از کار افتاد.

پیش از این نیز گزارش‌هایی از کندی اینترنت و قطع و وصل آن منتشر شده بود.

به نوشته رویترز دسترسی به اینترنت در شامگاه دوشنبه در سراسر کشور به ۱۹ درصد رسید و ده‌ها میلیون کاربر در بغداد، بصره، کربلا و دیگر شهرهای عمده عراق نتوانستند از اینترنت استفاده کنند.

این گزارش مدعی است مقام‌های عراقی برای مقابله با تظاهرکنندگان دسترسی به اینترنت را محدود می‌کنند.

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اعزام کاروان‌های زیارتی از ایران به عراق متوقف شد

کارگزار رسمی سازمان حج و زیارت ایران اعلام کرده تا اطلاع ثانوی کاروان زیارتی از ایران به عراق اعزام نخواهد شد. او نامناسب‌بودن شرایط عراق و اطلاعیه وزارت خارجه مبنی بر خودداری شهروندان ایرانی از سفر به عراق را دلیل این تصمیم خوانده است.

مصطفی قاسمی به ایسنا گفته: «ما برای اعزام روزانه دو هزار زائر آمادگی کامل داریم اما شرایط عراق مهیا نیست. راه‌ها در پشت مرزهای خسروی، مهران، چزابه و شلمچه مسدود شده است و زائران امکان تردد در جاده‌ها را ندارند.» در هفته‌های گذشته شهرهای مختلف عراق شاهد تظاهرات گسترده علیه دولت این کشور بوده است. معترضان شعارهایی را هم علیه ایران سر داده‌اند و کنسولگری جمهوری اسلامی در کربلا نیز هدف حمله قرار گرفته است. در این حمله دستکم سه نفر کشته شدند. 

MAR/DW/BILD

  این گزارشها در حال  تکمیل شدن است

    خبر گزاری مردانی نیوز 

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